Exzellenz in der
Notfallmedizin

Das Thüringer Zentrum für Qualität und Forschung in der Notfallmedizin (ThüZenQ) verbindet wissenschaftliche Analyse mit praktischer Versorgungsqualität.

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Unsere Mission

Besprechung von Notarzt und Rettungsdienst am Universitätsklinikum Jena

Qualität sichern. Leben retten.

Als Kompetenzzentrum am Universitätsklinikum Jena agiert das ThüZenQ an der entscheidenden Schnittstelle zwischen präklinischer und klinischer Akutmedizin. Unsere Kernexpertise ist die Evaluation der Versorgungsqualität auf Basis realer Versorgungsdaten.


Durch die systematische Analyse von Struktur- und Prozessqualität schaffen wir wissenschaftlich fundierte Standards für eine optimierte Patientenversorgung im Freistaat Thüringen.

Unsere Schwerpunkte

Wir fokussieren uns auf drei zentrale Säulen, um die Notfallmedizin der Zukunft zu gestalten.

Qualitätsmanagement

Entwicklung und Implementierung von Qualitätsindikatoren für die Rettungskette und klinische Akutversorgung.

Versorgungsforschung

Wissenschaftliche Auswertung von Notfalldaten zur Optimierung von Ressourcen und Behandlungsabläufen.

Vernetzung

Förderung der sektorübergreifenden Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, Kliniken und Kostenträgern.

Unsere Services

Als wissenschaftliches Zentrum bieten wir umfassende Expertise – von der Datenaufbereitung bis hin zu gezielten Analysen für externe Partner und Forschungsprojekte.

Datenaufbereitung

Professionelle Aufbereitung komplexer Datensätze für wissenschaftliche Fragestellungen.

  • Datenbereinigung & Plausibilitätsprüfung
  • Strukturierung von Rohdaten
  • Datenschutzkonforme Pseudonymisierung

Gezielte Analysen

Maßgeschneiderte statistische Auswertungen für Ihre spezifischen Fragestellungen.

  • Deskriptive & Inferenzstatistik
  • Versorgungsanalysen
  • Geografische Auswertungen

Wissenschaftl. Beratung

Begleitung von Forschungsprojekten und Implementierung von Qualitätsmaßnahmen.

  • Studienkonzeption
  • Interpretation von Ergebnissen
  • Erstellung von Berichten

Forschung & Auftrag

Das ThüZenQ bündelt die Qualitätssicherung im Thüringer Rettungsdienst und die notfallmedizinische Forschung in einer Organisation.

Rechtlicher Rahmen

Grundlage ist der Landesrettungsdienstplan (LRDP) des Freistaats Thüringen: Er setzt Mindestanforderungen für einen effizienten und bedarfsgerechten Rettungsdienst. Das ThüZenQ bündelt die daraus folgenden Aufgaben der Qualitätssicherung und die notfallmedizinische Forschung in einer Organisation.

Struktur

Sekretariat und Sprecher sind am Universitätsklinikum Jena angesiedelt. Beteiligt sind die EAH Jena (Fachbereich Rettungswesen und Notfallversorgung) sowie die Klinik für Notfallmedizin und die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ.

Forschungsfelder

Versorgungsforschung in der Präklinik sowie der klinischen Akut- und Notfallmedizin. Entwicklung und Evaluierung neuer Konzepte, die Leistungsfähigkeit und Qualität im Rettungswesen messbar verbessern.

Projekte & Publikationen

Ergebnisgrafik der BGA-Studie: Laktat ist der von Notärzten am häufigsten genannte Parameter; Boxplots zeigen Unterschiede der Blutgaswerte zwischen ambulant versorgten und transportierten Patienten
Abb.: Welche Messwerte Notärztinnen und Notärzte als entscheidend bewerten (A) und wie sich die Werte zwischen ambulant versorgten und transportierten Patienten unterscheiden (B).
Eingereicht Prospektive Studie · Promotion

Blutgasanalyse am Einsatzort: mehr Patienten sicher ambulant versorgen

Kann ein mobiles Blutgas-Messgerät direkt am Notfallort helfen zu entscheiden, wer wirklich in die Klinik muss – und wer sicher zu Hause bleiben kann? Eine prospektive Studie im Rettungsdienst Jena mit gematchten Kontrollgruppen zeigt: Die präklinische Blutgasanalyse macht die Einsatzentscheidung treffsicherer, stärkt die ambulante Versorgung und entlastet die Notaufnahme.

27,6 %ambulant vor Ort versorgt – statt 8,7 % ohne BGA
0Wiedervorstellungen binnen 30 Tagen bei ambulant Versorgten
58 %stationäre Aufnahme nach Transport (Basisrate ca. 30 %)
Kernergebnisse im Detail
  • Prospektive multizentrische Beobachtungsstudie mit Propensity-Score-gematchten Kontrollen; Rettungsdienst Jena, Juli 2023 bis Mai 2024 (n = 110).
  • Fast vierfache Chance auf sichere Vor-Ort-Behandlung ohne Transport (OR 3,98; 95-%-KI 2,26–7,01).
  • Kein ambulant versorgter Patient benötigte innerhalb von 30 Tagen erneut Rettungsdienst oder Notaufnahme.
  • Laktat war der einflussreichste Messwert für die Entscheidung (Schwelle ca. 3,1 mmol/l); unauffällige Werte stützten die ambulante Versorgung.
  • Manuskript eingereicht; Promotionsprojekt von Stefanie Hemmer (Verteidigung September 2026).
Zeitreihe der monatlichen Rettungsdiensteinsätze in Jena 2018 bis 2021 mit deutlichen Einbrüchen während der Lockdowns und der Zahl der COVID-19-Intensivpatienten
Abb.: Monatliche Rettungsdiensteinsätze in Jena 2018–2021; Lockdown-Phasen rot hinterlegt, blau die COVID-19-Patienten auf der Intensivstation.
Publiziert PLOS One · 2026

Krisenfest? Der Rettungsdienst Jena in der COVID-19-Pandemie

Wie reagiert ein städtischer Rettungsdienst, wenn eine Pandemie den Alltag umkrempelt? Die Analyse von vier Jahren Einsatzdaten zeigt: Das System hat den Schock abgefedert – aber die Nachfrage hat sich deutlich verschoben, weg von Herz-Kreislauf-Notfällen, hin zu psychischen Krisen und mehr Behandlungen vor Ort.

−16 %Einsatzvolumen im ersten Lockdown
+3,3 J.höheres Durchschnittsalter der Patienten (62,2 statt 58,9)
48 Mon.Einsatzdaten analysiert (2018–2021)
Kernergebnisse im Detail
  • Einsatzvolumen sank im ersten Lockdown um 16 %, im zweiten um 10 % gegenüber den Referenzzeiträumen.
  • Verschobene Nachfrage: weniger kardiovaskuläre, mehr psychiatrische und psychosoziale Einsätze.
  • Deutlich mehr Behandlungen vor Ort ohne Klinik-Transport – ein Hinweis auf verändertes Inanspruchnahmeverhalten.
  • Versorgungs- und Übergabezeiten verlängerten sich signifikant und trieben die Gesamteinsatzdauer.
  • Hochauflösende Datengrundlage für Pandemie- und Bedarfsplanung im Rettungsdienst.
Taugt NEWS2 als präklinisches Triage-Instrument? Retrospektive Kohortenstudie · Rettungsdienst Jena · 2023–2026 DIE KOHORTE 29.646 Patienten mit NEWS2-Score 18.780 davon mit ZNA-Vorstellung 3 Jahre Beobachtungszeitraum VERLAUF BIS ÜBERGABE Stabilisiert (Score sinkt) 40,5 % Unverändert 38,9 % Verschlechtert (Score steigt) 20,6 % TRIAGE-GÜTE (AUROC) Gesamtkohorte 0,68 Subgruppe Infektion 0,87 Beste Trennschärfe bei Infektions-Patienten – die Eignung ist gruppenabhängig. Vorläufige Ergebnisse · AUROC: Übereinstimmung mit der Ersteinschätzung (Manchester-Triage) in der ZNA
Laufend Promotionsprojekt

NEWS2 im Rettungsdienst: Was ein einfacher Score über den Patienten verrät

Der National Early Warning Score 2 verdichtet Vitalparameter zu einer einzigen Zahl. Taugt er als Triage-Instrument für die Präklinik? Fast 30.000 Einsätze aus drei Jahren zeigen ein differenziertes Bild: stark als Verlaufsmaß, als alleiniges Triage-Werkzeug aber nur für bestimmte Patientengruppen geeignet.

Kernergebnisse im Detail
  • Vier von zehn Patienten stabilisieren sich bereits präklinisch – der NEWS2 sinkt zwischen Ankunft und Klinikübergabe.
  • Der Großteil der Patienten liegt im niedrigen Risikobereich (NEWS2 0–4).
  • Bei gleichem Ausgangsrisiko stabilisieren Einsätze mit Notarzt nicht häufiger als ohne.
  • Übereinstimmung mit der Manchester-Triage der ZNA insgesamt moderat (AUROC 0,68), bei Infektionen am besten (AUROC 0,87).
  • Vorläufige Ergebnisse; Auswertung und Publikation in Vorbereitung.
Zwei Karten der Stadt Jena: links die modellierte erwartete Hilfsfrist je 500-Meter-Rasterzelle, rechts die Wahrscheinlichkeit einer Hilfsfristüberschreitung über 14 Minuten im Worst-Case-Szenario
Abb.: Modellbasierte Vorhersage der Hilfsfrist im Stadtgebiet Jena (links) und Überschreitungswahrscheinlichkeit im Worst-Case-Szenario (rechts), je 500-m-Rasterzelle.
Abgeschlossen Masterarbeit · FSU Jena · 2026

Hilfsfrist unter der Lupe: wo der Rettungsdienst schnell ist – und wo nicht

Eine landesweite Quote sagt wenig darüber, wie schnell Hilfe im konkreten Wohngebiet eintrifft. Diese Arbeit kartiert die Hilfsfrist für Jena erstmals raumzeitlich auf einem 500-Meter-Raster – inklusive Belastungsszenarien bis zum Worst-Case – und liefert damit eine übertragbare Blaupause für die evidenzbasierte Rettungsdienstplanung.

33.876Notfalleinsätze analysiert (2023–2025)
500 mAuflösung der flächendeckenden Rasteranalyse
32 Mon.Beobachtungszeitraum (April 2023 – November 2025)
Kernergebnisse im Detail
  • Systemauslastung ist ein zentraler Faktor: Überschreitungen häufen sich, wenn die nächstgelegenen Rettungsmittel bereits im Einsatz gebunden sind.
  • Weitere Einflussfaktoren: lange Anfahrtsdistanzen, periphere Ortslagen, Nachtstunden und die Zuordnung zur ausrückenden Wache.
  • Raumstrukturiertes additives Modell (GAM), räumlich kreuzvalidiert – flächendeckende Vorhersagekarten je 500-m-Rasterzelle.
  • Belastungsszenarien bis zum Worst-Case zeigen, wo das Versorgungsnetz zuerst unter Druck gerät.
  • Ergebnis: Erreichbarkeit ist der räumliche, Verfügbarkeit der dynamische Hebel für die Standort- und Vorhalteplanung.
EMS Dashboard – Übersicht mit Einsatz-Metriken, Zeitverlauf und Patienten-Demographie EMS Dashboard – Einsatz-Prognose für die nächsten 7 Tage
Abb.: Live-Ansichten des Dashboards – Einsatzübersicht mit Demographie (oben) und 7-Tage-Einsatzprognose (unten).
Abgeschlossen Analyse-Software

EMS Dashboard: Wetter, Luftqualität und Einsatzaufkommen im Blick

Steigen die Einsatzzahlen bei Hitze, Kälte oder schlechter Luft? Das interaktive Dashboard verknüpft Rettungsdiensteinsätze der Region Jena mit Wetter- und Umweltdaten, macht Zusammenhänge auf einen Blick sichtbar und prognostiziert das Einsatzaufkommen der kommenden sieben Tage.

Funktionen im Detail
  • Verknüpfung von Einsatzdaten mit meteorologischen Messwerten und Luftschadstoffwerten.
  • Komplementäre epidemiologische Verfahren zur Analyse von Klima-Einsatz-Zusammenhängen.
  • 7-Tage-Prognose des erwarteten Einsatzaufkommens als Werkzeug für die Vorhalteplanung.
  • Interaktive Auswertung nach Zeitraum, Einsatzart und Patienten-Demographie.
Die globale Bilanz der Pandemie im Rettungsdienst Systematisches Review & Meta-Analyse · Suche in PubMed, Web of Science, Scopus 31 Studien eingeschlossen 18 Länder auf 4 Kontinenten 1.473 Publikationen geprüft VERÄNDERUNG DER EINSATZZAHLEN Einsätze weltweit −7 % Klinik-Transporte −20 % Trauma-Einsätze −16 % Naher/Mittlerer Osten +22,7 % Gepoolte Inzidenzraten-Verhältnisse (Random-Effects-Modell) gegenüber dem Vor-Pandemie-Niveau
Eingereicht Systematisches Review & Meta-Analyse

Weltweite Bilanz: Wie die Pandemie die Rettungsdienst-Nachfrage verändert hat

Einsatzzahlen runter, Transporte runter – regional aber völlig gegenläufige Trends: Die Meta-Analyse von 31 Studien aus 18 Ländern zeichnet das erste globale Gesamtbild der Rettungsdienst-Nachfrage während der COVID-19-Pandemie und liefert Planungswissen für künftige Gesundheitskrisen.

Kernergebnisse im Detail
  • Weltweit sanken die Einsatzzahlen um 7 % (IRR 0,927; 95-%-KI 0,863–0,995).
  • Klinik-Transporte gingen um rund 20 % zurück (IRR 0,797) – deutlich stärker als die Einsätze selbst.
  • Trauma-Einsätze nahmen um 16 % ab (IRR 0,84) – Lockdowns reduzierten Verkehr und Freizeitunfälle.
  • Regionale Ausnahme: Im Nahen/Mittleren Osten stieg die Nachfrage um 22,7 % (IRR 1,227).
  • Systematische Suche vom Januar 2025; 1.473 Publikationen geprüft, 31 eingeschlossen.
Wie viel RTW-Kapazität ließe sich freispielen? Retrospektive Analyse aller RTW-Notfalleinsätze · Rettungsdienstbereich Jena Alle RTW-Notfalleinsätze Filter 1: klinische Ausschlusskriterien Filter 2: Indikationskatalog N-KTW-Potenzial: ? Ergebnisse in Auswertung Sicherheitsorientierte Filterkaskade: Nur Einsätze ohne jedes Ausschlusskriterium gelten als N-KTW-geeignet
Laufend Promotionsprojekt

N-KTW statt RTW: Reserven für die Notfallrettung erschließen

Nicht jeder Notfalleinsatz braucht einen voll ausgestatteten Rettungswagen. Wie groß ist der Anteil der Einsätze, den ein Notfall-Krankentransportwagen sicher übernehmen könnte? Eine zweistufige Filterkaskade aus klinischen Ausschlusskriterien und Indikationskatalog beziffert das Entlastungspotenzial für den Rettungsdienstbereich Jena.

Studienkonzept im Detail
  • Retrospektive Analyse aller RTW-Notfalleinsätze im Rettungsdienstbereich Jena.
  • Sicherheit zuerst: Als geeignet gilt ein Einsatz nur, wenn kein einziges klinisches Ausschlusskriterium vorliegt und der Indikationskatalog erfüllt ist.
  • Ziel: RTW- und Notarztkapazität für zeitkritische Notfälle freihalten und Ressourcen bedarfsgerecht steuern.
  • Ergebnisse in Auswertung; Publikation in Vorbereitung.
Point-of-Care-Diagnostik im Pflegeheim Laufendes Projekt · Unnötige Klinikeinweisungen hochbetagter Menschen vermeiden Pflegeheim Diagnostik am Bett Vor Ort behandeln Klinik nur wenn nötig Warum es zählt: Jede vermeidbare Einweisung erspart hochbetagten Menschen Transportstress und Klinikrisiken wie Delir, Infektionen oder Stürze – und entlastet Rettungsdienst, Notaufnahme und Stationen. Teilprojekt der ThüZenQ-Forschungslinie zur Ambulantisierung der Notfallmedizin
Laufend Projekt am ThüZenQ

Ambulantisierung der Notfallmedizin: Point-of-Care-Diagnostik im Pflegeheim

Wie lassen sich unnötige Klinikeinweisungen hochbetagter Menschen vermeiden? Im Zentrum steht aktuell ein Projekt zur Point-of-Care-Diagnostik in Pflegeheimen: Labordiagnostik direkt am Bett soll die Entscheidung unterstützen, ob eine Behandlung vor Ort möglich ist – oder eine Einweisung wirklich nötig. Das Projekt ist Teil der übergeordneten Frage, was die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich für die Akut- und Notfallversorgung bedeutet.

Projekt im Detail
  • Kernidee: die Diagnostik zum Patienten bringen statt den Patienten zur Diagnostik – Point-of-Care-Tests direkt im Pflegeheim.
  • Zielgruppe sind hochbetagte, oft multimorbide Bewohnerinnen und Bewohner, für die jede Klinikeinweisung ein Risiko bedeutet (Transportstress, Delir, Infektionen).
  • Ziel: vermeidbare Hospitalisierungen verhindern – und damit Rettungsdienst, Notaufnahmen und Stationen entlasten.
  • Baut auf der ThüZenQ-Expertise zur präklinischen Point-of-Care-Diagnostik auf (siehe BGA-Studie).
Forest-Plot der Meta-Analyse: gepoolte Odds Ratio 1,29 und Hazard Ratio 0,71 für die Sterblichkeit verlegter gegenüber nicht verlegter COVID-19-Intensivpatienten, jeweils nicht signifikant
Abb.: Forest-Plot der Meta-Analyse – kein signifikanter Unterschied in der Sterblichkeit zwischen verlegten und nicht verlegten Intensivpatienten.
Publiziert Scientific Reports · 2026

Intensivverlegungen in der Krise: für Patienten sicherer als gedacht

Wenn Intensivstationen volllaufen, verlegt das Rettungswesen schwerkranke Patienten mit Intensivtransportwagen und Rettungshubschrauber in andere Kliniken. Aber schadet der Transport den Betroffenen? Die erste systematische Auswertung der weltweiten Evidenz gibt Entwarnung: Verlegte COVID-19-Intensivpatienten hatten keine höhere Sterblichkeit. Organisierte Verlegungsnetzwerke sind damit ein sicheres Instrument der Kapazitätssteuerung – und ein Baustein der ThüZenQ-Forschungslinie zur Resilienz des Notfall- und Rettungswesens in Krisen.

9 Studienaus 7 Ländern systematisch ausgewertet
~35.300Intensivpatienten eingeschlossen
OR 1,29Sterblichkeit verlegt vs. nicht verlegt – nicht signifikant (KI 0,84–1,98)
Kernergebnisse im Detail
  • Systematisches Review nach PRISMA 2020, prospektiv registriert (PROSPERO CRD420261356915).
  • Keine der adjustierten Effektschätzungen zeigte einen signifikanten Überlebensnachteil für verlegte Patienten.
  • Verlegte Patienten hatten in den meisten Studien eine längere Verweildauer – ein Selektions-, kein Schadenssignal.
  • Bewertung von Verzerrungsrisiko (Newcastle-Ottawa, ROBINS-I) und Evidenzsicherheit (GRADE).
  • Praktische Konsequenz: ICU-zu-ICU-Verlegung ist eine sichere Strategie für das Management von Kapazitätsengpässen.

Unser Team

Interdisziplinäre Expertise für beste Forschungsergebnisse.

apl. Prof. Dr. med. Dr. phil. Petra Dickmann

apl. Prof. Dr. med. Dr. phil. Petra Dickmann

Zentrumsleiterin, Oberärztin ZNA
Arbeitsgruppenleitung Public Health UKJ

Dr. med. Jan Christoph Lewejohann

Dr. med. Jan Christoph Lewejohann

Komm. Direktor ZNA UKJ
Facharzt Chirurgie

Dr. med. Sebastian Lang

Dr. med. Sebastian Lang

Ärztlicher Leiter Rettungsdienst Jena

Prof. Dr. med. Johannes Winning

Prof. Dr. med. Johannes Winning

Studiengangsleitung und Dekan Rettungswesen/Notfallversorgung EAH Jena

Dr. rer. nat. Jonas Brock

Dr. rer. nat. Jonas Brock

PostDoc Klinik für Anästesiologie und Notfallmedizin am UKJ

M.Sc. Harald Lux

M.Sc. Harald Lux

Doktorand Klinik für Anästesiologie und Notfallmedizin am UKJ

Sophie Zießler

Sophie Zießler

Koordinatorin
Planung & Organisation

Häufige Fragen

Was ist das ThüZenQ?

Das Thüringer Zentrum für Qualität und Forschung in der Notfallmedizin (ThüZenQ) ist ein Kompetenzzentrum am Universitätsklinikum Jena. Es bündelt die Qualitätssicherung im Thüringer Rettungsdienst und die Forschung zur präklinischen und klinischen Akut- und Notfallmedizin in einer Organisation.

Welchen Auftrag hat das ThüZenQ?

Der Landesrettungsdienstplan (LRDP) des Freistaats Thüringen setzt Mindestanforderungen an die Qualitätssicherung im Rettungsdienst. Das ThüZenQ wurde als Kompetenzzentrum gegründet, um diese Qualitätssicherung und die notfallmedizinische Forschung in einer Organisation zu bündeln. An den Nahtstellen der Rettungskette – Rettungsdienstträger, Luftrettung, Notaufnahmen – zeigt es konkrete Konzepte zur Qualitätsverbesserung auf.

Wer leitet das ThüZenQ?

Zentrumsleiterin ist apl. Prof. Dr. med. Dr. phil. Petra Dickmann, Oberärztin der Zentralen Notaufnahme am Universitätsklinikum Jena und Leiterin der Arbeitsgruppe Public Health.

Welche Leistungen bietet das ThüZenQ externen Partnern?

Das Zentrum bietet Datenaufbereitung (Bereinigung, Strukturierung, datenschutzkonforme Pseudonymisierung), gezielte statistische Analysen – von deskriptiver Statistik bis zu geografischen Auswertungen – sowie wissenschaftliche Beratung von der Studienkonzeption bis zum Ergebnisbericht.

Wie erreiche ich das ThüZenQ?

Per E-Mail an Thuezenq@med.uni-jena.de oder telefonisch unter +49 3641 9 32 31 11. Postanschrift: Universitätsklinikum Jena, Am Klinikum 1, 07747 Jena.

Kontakt

Universitätsklinikum Jena in Lobeda

Das ThüZenQ ist ein Kompetenzzentrum am Universitätsklinikum Jena.

Universitätsklinikum Jena, Klinik für Notfallmedizin
Am Klinikum 1, 07747 Jena